DJ Tomekk
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Der Schwanengesang ist nicht zu überhören. Deutscher Rap steckt in der Krise, die fetten Jahre sind vorbei, wo bleiben die Ideen, war alles nur Hype? Unsinn! Ja, es werden weniger Platten veröffentlicht. Ja, es hat sich einiges tot gelaufen. Aber eben nur das, was ohnehin von Anfang an an Substanz und Inspiration vermissen ließ.
Das, was im Zuge des großen Run ins Fahrwasser gesprungen ist und mitgezogen wurde. Jetzt trennt die Spreu sich vom Weizen, nur die innovativen Künstler werden auf lange Sicht ihren festen Platz in der deutschen Musiklandschaft behaupten können.So wie Tomasz Kuklicz, besser bekannt als DJ Tomekk. Von Anbeginn seiner musikalischen Karriere an hat er sich nicht den gängigen Verhaltensmustern der lange Zeit stark von Dogmatismus geprägten deutschen HipHop-Szene unterwerfen wollen, ist seinen eigenen Weg gegangen. Und hat dabei nie gezögert, nach den Sternen zu greifen. Denn mit wem will man sich als Künstler, der ernst genommen werden will, vergleichen, an was will man sich messen? An einer stark an ihren Vorbildern orientierten lokalen Szene und ihrem über einen vergleichsweise kurzen Zeitraum entwickelten Qualitätsniveau oder an den Big Shots, den Meinungsführern, den Pionieren, den HipHop-Acts, von denen das Publikum da draußen etwas hören will? Tomekk hat sich schon früh dafür entschieden, weltweit mitmischen zu wollen, ein global Player zu sein – und er hat sein Ziel erreicht.Was mit der Faszination für die Technik des Mixens vor 17 Jahren in einem Krakauer Club, in den Tomekks Dad seinen gerade mal 10 Lenze zählenden Sohn mitgenommen hatte, begann, hat sich mit vielen bewegten Ereignissen zu einer ansehnlichen Künstlerkarriere entwickelt. Vielleicht war es Tomekks Perspektive eines von außen in die deutsche Szene kommenden und dadurch von den gängigen Codes unbeeinflussten Neulings (der Umzug von Polen nach Berlin erfolgte 1986), die ihm die Angst, Neues auszuprobieren, von Anfang an vergessen ließ, mit Sicherheit aber seine antiautoritäre Grundeinstellung („Egal, was für ’nen Job ich gemacht habe, ich bin überall rausgeflogen weil ich immer meinen eigenen Weg gesucht habe, um die Arbeit zu erledigen. Und das hat den Leuten nie gepasst.“) Für Tomekk, der bereits 1993 US-Rap-Legende Kurtis Blow kennen lernt, mit ihm in den Staaten auf Tour geht und dort im Backstage-Bereich Tür an Tür seine Zeit mit LL Cool J und Run DMC verbringt, wird der Umgang mit Stars schon früh zur Selbstverständlichkeit.

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